Weißer Schimmel bleibt in der Wohnung oft unerkannt

Weiß gehört zu den beliebten Farben im Innenraum und daher präsentieren sich Wände und Decken oft in Weißtönen oder mit weißen Raufasertapeten, so dass der weiße Schimmel, der sich durch Feuchtigkeit bilden kann, unentdeckt bleibt. Erst, wenn er seine Farbe nach Grau oder Schwarz ändert, wird er für das Auge sichtbar. Dann ist jedoch der Schimmelpilzbefall meistens schon fortgeschritten und hat mehrere Stadien durchlaufen. Für die Gesundheit stellt diese unsichtbare Gefahr ein großes Risiko dar, denn die Schimmelsporen werden permanent eingeatmet oder kommen mit der Haut in Berührung.


Wo sich weißer Schimmel in der Wohnung und im Haus bildet

Decken- und Fußbodenübergange an der Wand, Ecken und Nischen sind beliebte Nistplätze für den weißen Schimmel. Oft zeigt er sich flauschig oder wie aneinander gereihte Pünktchen. Hinter Möbeln, die an Außenwänden stehen, findet er ebenfalls beste Bedingungen, wenn diese Wände feucht sind oder sich Kondenswasser an der Wand niederschlägt. Dass er bei hellen Wänden und Decken dabei unentdeckt bleibt, ist keine Seltenheit. Auch in Kellerräumen kommt weißer Schimmel sehr häufig vor. Eine schlechte oder fehlende Lüftung sowie Tauwasser bieten diesem Schimmel den perfekten Nährboden. Er schlägt sich besonders auf Gegenstände und Möbel, die im Keller gelagert werden, als weißer Flaum nieder.

In der Küche auf Lebensmitteln blüht der weiße Schimmel gerne

Eine Vielzahl von Lebensmitteln, besonders Obst und Käse, setzen beim Verderb weißen Schimmel an. Um sich jedes Mal den Weg zur Biotonne vor das Haus zu sparen, werden solche Lebensmittel in Tüten oder Eimern gesammelt. Hier bilden sich die Pilzkulturen weiter aus und nehmen zahlreiche Farben an. Zudem verteilen sich die Schimmelsporen in der Luft und werden permanent eingeatmet. Verbinden sich diese Sporen dann wieder mit Feuchtigkeit, suchen sie sich eine neue Brutstätte. Auch wenn es vielleicht schwer fällt, so lohnt sich der Gang nach draußen, um gesundheitliche Beeinträchtigungen und weiteren Schimmelbefall im Haus zu vermeiden.

Salzausblühungen und weißer Schimmel

Vor allen Dingen an den Innenseiten der Außenwände in Wohnung und Keller sind Salzausblühungen durch eindringende Feuchtigkeit verbreitet. Dieser Belag sieht dem weißen Schimmel zum Verwechseln ähnlich und er ist ebenfalls nicht gesund. Der kleine aber feine Unterschied ist für den Laien nicht erkennbar, hier muss ein Fachmann herangezogen werden, um abzuklären, ob es sich um weißen Schimmel oder Salzausblühungen handelt. Die Analyse bestimmt die Sanierungsmaßnahmen.

Der richtige Umgang mit weißem Schimmel

Er sieht nicht ganz so hässlich aus wie schwarzer, gelber oder roter Schimmel und die Versuchung ist groß, ihn mal eben abzuwischen und das war es. Aber Vorsicht, auch dieser Schimmel birgt die gleichen Gefahren wie alle andere Farbarten. Viele Schimmelpilz-Fruchtkörper sind im Anfangsstadium weiß und ändern ihre Farbe, so dass allein von der Farbe nicht auf die Gefährlichkeit oder das Ausmaß des Schadens geschlossen werden kann. Es sind folgende Tipps zu beachten:

  • Nicht ohne Mundschutz und Handschuhe an den Schimmel herangehen
  • Einfach mit Wasser abwischen genügt in keinem Fall
  • Gleiche Schimmelentfernung wie allgemeingültig erforderlich
  • Weiße Wände, Tapeten, Fenster, Möbel auf Schimmelspuren hin untersuchen
  • Bei größerem Befall Fachleute zu Rate ziehen, Schimmeltest, Analyse, Sanierung