Schimmelentfernung – Tipps und Tricks

Vorhandenen Schimmel entfernen und der Schimmelbildung vorbeugen, gehen Hand in Hand. Mit einigen Tipps und Tricks lassen sich geringfügig befallene Stellen an Wand, Boden und Decke selbst behandeln und Schimmel generell vermeiden. Jedoch sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt, dass ein ausgedehntes Schimmelproblem immer die Begutachtung, Analyse und Sanierung durch Fachleute bedarf, um den Schaden nicht größer zu machen.


Tipps für die Entfernung von Schimmel

Flächen, die nicht größer als 0,5 Quadratmeter sind, können selbst behandelt werden, wenn vorher sicher gestellt, ist dass der Schimmelpilz nur oberflächlich vorhanden ist. Besonders luftundurchlässige Tapeten sind anfällig für Schimmelbefall, wenn sich Kondenswasser bildet oder die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. Auch ist es wichtig, die Ursache für den Schimmelbefall zu kennen, bevor gehandelt wird. Die Vorgehensweise bei minimalem Befall in der Wohnung sieht wie folgt aus:

  1. Bei jeder Schimmelbehandlung Handschuhe und Mundschutz tragen, Fenster öffnen
  2. Tapete um die befallene Stelle großzügig entfernen, um zu prüfen, in wie weit sich der Schimmelpilz tatsächlich ausgebreitet hat, auch Test auf Schimmeltiefe durch Putzöffnung
  3. Schimmelentferner aufsprühen und Wandstelle reinigen bzw. abbürsten
  4. Behandelte Fläche völlig austrocknen lassen bei guter Lüftung, evtl. geöffnete Stelle spachteln, tapezieren
  5. Befallene Silikonfugen immer erneuern
  6. Gips- oder Zementfugen mit Schimmel-ex einsprühen, abbürsten, mit klarem Wasser nachspülen, oberflächlicher Schimmel löst sich so, ansonsten ebenfalls erneuern
  7. Dielen- oder Parkettböden mit Schimmel großflächig aufdecken, Boden reinigen, neue Dielen einsetzen

Kleine Tricks mit großer Wirkung – Schimmel vorbeugen

Es sind wie so oft die kleinen Dinge, die Großes bewirken, so auch in der Schimmelvorbeugung. Je früher damit begonnen wird, umso eher stellt sich eine Routine bei vielen Vorsorgemaßnahmen ein. Tipps und Tricks, die beachtet werden sollten:

 

  1. Wärmebrücken, an denen feuchte Luft kondensiert, beseitigen
  2. Regelmäßig Bausubstanz, Dach und Kellerbereiche auf Schäden hin überprüfen
  3. Baumängel frühzeitig beheben
  4. Luftfeuchtigkeit im Raum kontrollieren (Hygrometer) und regulieren
  5. Auf Tapeten in Feuchträumen verzichten, nach Möglichkeit im Wohnraum luftdurchlässige Tapeten, Wandfarben und Putze verwenden
  6. Auch Pflanzen verursachen Feuchte im Raum, daher besser die Anzahl reduzieren
  7. Mehrmals täglich Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster für 10 bis 15 Minuten
  8. Möbel mit Abstand zur Wand aufstellen
  9. Türen von Bad und Küche geschlossen halten, damit entstehender Wasserdampf nicht in andere Räume gelangt
  10. Nach, Baden, Duschen, Kochen gründlich lüften
  11. Wäsche nicht in Fluren trocknen, am besten in einem geschlossen Raum, der öfters gelüftet wird
  12. Schimmelige Lebensmittel direkt in die Biotonne draußen geben – nicht in der Küche sammeln, auf Hygiene im Kühlschrank achten, regelmäßig reinigen
  13. Bad- und Küchenbereich einmal im Monat gründlich desinfizieren, auch mit Anti-Schimmel Reiniger
  14. Schimmelige Blumenerde bei Pflanzen in der Wohnung direkt wechseln
  15. Vorhandene Aquarien geschlossen halten
  16. Räume im Winter heizen, auch bei Abwesenheit (niedrige Temperatur)

Schon bei Kauf oder Miete von Immobilien und Wohnungen auf Schimmel achten

Leider passiert es immer wieder – im gekauften Haus oder in der erworbenen Wohnung zeigt sich Schimmel. Die große Frage, ob die Problematik verschwiegen oder durch den neuen Käufer verursacht wurde, führt zu Kosten, Streit und landet nicht selten vor Gericht. Beim Immobilienkauf, insbesondere bei Altbauten, gilt: Kein Kauf ohne vorheriges Gutachten zur Bausubstanz! Auch Mieter, die in ein Haus oder eine Wohnung einziehen, sollten sich die zukünftigen vier Wände genauer anschauen und den Vermieter darauf ansprechen.