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Schimmel an der Wand - Ein weit verbreitetes Übel

Kellerwände und Wände im Wohnraum sind von Schimmel betroffen. Die hässlichen Flecken oder Flächen kommen allerdings erst dann zu Tage, wenn ein Feuchtigkeitsschaden schon länger sein Unwesen treibt.

Schimmelige Wände sind ein Allerweltsphänomen

Verschimmelte WandIrgendwann trifft es heute fast jeden - Schimmel an der Wand kommt zum Vorschein, mal mehr, mal weniger, aber immer unangenehm und gefährlich. Altbauten mit schlechter oder fehlender Dämmung und undichten, einfach verglasten Fenstern sind besonders anfällig für Schimmel. Doch auch in Neubauten zeigt sich das Schimmelproblem von vielen Seiten. Die Bewohner freuen sich über das erste Eigenheim, doch das schimmelt lustig vor sich hin. Gerade moderne und energieeffiziente Holzhäuser können bei unsachgemäßer Bauausführung zu einer wahren Schimmelhölle werden. Wände sind oft der Schlusspunkt einer langen Reaktionskette, denn wird der Schimmel sichtbar, dann ist der Schaden bereits ausgereift.


Anzeichen für Schimmel an Wänden

Wie lässt sich Schimmel an Wandflächen frühzeitig erkennen? Diese Frage wird sehr häufig gestellt. Die Antwort lautet: Durch Kontrollieren der Wände in regelmäßigen Abständen und eine kontinuierliche Messung der Luftfeuchtigkeit. Ein modriger, muffiger Geruch kann ebenfalls ein Anzeichen von Schimmel an der Wand sein, der sich bis dato noch gut versteckt. Folgende Anhaltspunkte können auf Schimmel hindeuten:

  • Schwarze Punkte auf der Wand
  • Schattige Verfärbungen im Boden- und Deckenbereich
  • Ein flaumartiger, weißer Belag auf Gegenständen (besonders in Kellerräumen)
  • Feuchte Stellen an der Wand
  • Weiße, puder- oder mehlartige Flächen an der Wand
  • Stockflecken hinter und an Möbeln
  • Aufgequollene Holztüren (Feuchtigkeitsindiz)
  • Wandverkleidungen lösen sich (z.B. Holzverkleidung, blasige, feuchte Stellen an der Tapete)

Aufmerksamkeit ist also ein wichtiger Faktor und eine gewisse Regelmäßigkeit in den Kontrollaktivitäten gehört ebenso dazu. Zur Feuchtemessung von Wänden finden sich im Handel spezielle Geräte, die es auch dem Laien ermöglichen, festzustellen, ob und in welchem Maße Wände von Feuchtigkeit betroffen sind. Mit der bloßen Hand kann das nur bei offensichtlichen Feuchtigkeitsflecken erfühlt werden. Ansonsten bleibt es ein schwelender Schimmelherd. Auch weißer Schimmel an hellen Wänden wird oftmals übersehen. Erst, wenn sich die Farbe ändert und sich dunkle Flecken bilden, wird der Schimmel wahrgenommen. Doch dieser Grad der Wandlung beweist schon einen fortgeschrittenen Schimmelbefall.

Wände vor Schimmel schützen

Damit es erst gar nicht zur Schimmelbildung an der Wand kommt, lassen sich einige Regeln und Tipps anwenden. Maßnahmen sind:

  • Täglich mehrmals Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster
  • Luftzirkulation ermöglichen
  • Möbel mit Abstand zur Wand aufstellen
  • Alte, undichte Fenster und Türen austauschen
  • Bei Dämmung und Isolation auf Feuchtigkeitssperren achten
  • Atmungsaktive Farben und Tapeten verwenden
  • Sanierputz
  • Anti-Schimmel Farbe für die Wand
  • Bei Wandverkleidungen aus Holz für Hinterlüftung sorgen
  • Luftfeuchtigkeit kontrollieren, ggf. Luftentfeuchter einsetzen
  • Kalte Räume beheizen

Wandschimmel beseitigen

Die Frage, ob Schimmel an der Wand durch einen Fachmann beseitigt wird, richtet sich nach Ausbreitung, Art und Ursache. Ohne Ursachenbehebung kommt der Schimmel wieder, auch wenn er fachgerecht entfernt wurde. Daher steht an erster Stelle die Klärung, aus welchem Grund sich Schimmel gebildet hat. Ist die Ursache beseitigt, dann kann der Laie kleine Flächen, die weniger als einen halben Quadratmeter betragen und bei denen nur die Wandoberfläche befallen ist, mit handelsüblichem Schimmelreiniger bzw. Spezialalkohol abwaschen und gut trocknen lassen. Sind tiefere Wandschichten befallen, muss diese Substanz restlos entfernt werden. Großflächiger Befall mit Schimmel erfordert die Schimmelsanierung durch den Fachbetrieb, mitunter auch den Abriss und Neuaufbau von Wänden.