Schimmel im Bad – Rechtzeitig reagieren

Schimmel im BadezimmerIm Bad werden nahezu alle Farben des Schimmels registriert: Weißer Schimmel, roter Schimmel, schwarzer und brauner Schimmel. Das Badezimmer ist besonders anfällig für Schimmelbildung, da es sich hier um einen typischen Feuchtraum handelt. Wasserdampf, der beim Duschen und Baden entsteht, wird oft unzureichend ausgelüftet, hinzukommen rissige, poröse oder undichte Fugen, in die Wasser eindringt. Die Folge ist eine Ansammlung von unterschiedlichen Schimmelpilzkulturen, die jede für sich gesehen schon gefährlich für die Gesundheit sind und im Zusammenspiel ein nicht unbedeutendes Giftpotential enthalten.


Wo Schimmel im Badezimmer auftaucht

Das Bad bietet einige Bereiche, in denen sich Schimmelbefall auch schon nach kurzer Zeit zeigen kann, wenn die Bedingungen für die Schimmelausbreitung nicht beseitigt werden. Bevorzugt lässt sich Schimmel im Bad an diesen Stellen beobachten:

  • Fensternischen
  • Übergänge zwischen Fensterrahmen und Fensterscheibe
  • Hinter Badmöbeln
  • Fliesenfugen
  • Wasserschutzfugen zwischen sanitären Anlagen und Wand
  • Duschbereich
  • Badlüftungsanlagen

Besonders anfällig für Schimmel sind Baderräume, die anstelle eines Fensters nur eine Entlüftungsanlage vorweisen, durch den entstehender Wasserdampf abgeleitet wird. So kann jedoch keine Luftzirkulation erfolgen, wie sie z.B. beim Querlüften entsteht. Die Folge ist, dass immer ein gewisses Maß an Restfeuchte im Raum verbleibt.

Der Schimmelbildung im Bad vorbeugen

Das A und O zur Schimmelvorbeugung ist das Lüften und zwar mehrmals täglich. Nach dem Baden oder Duschen sollte die warme, feuchte Luft durch das Badfenster abgeleitet werden. Die Badezimmer Tür ist dabei geschlossen zu halten, damit die Feuchtigkeit nicht in andere Räume zieht und dort für Kondenswasser sorgt. Badewannen, Duschwannen oder Duschkabinen sind nach Möglichkeit trocken abzureiben, denn auch diese Feuchtigkeit schlägt sich in der Luft nieder. Besondere Beachtung sollten dabei die Fugen finden. Auch an deckenhoch gefliesten Wänden hält sich die Feuchtigkeit im Raum sehr lange. Daher ist mehrmaliges Lüften in Abständen nach dem Duschen oder Baden gefragt. Wer die Zeit hat, geht auch an den Wänden mit einem trockenen Tuch oder einem Abzieher entlang. Für die Reinigung von Fliesen und Sanitäranlagen empfehlen sich spezielle Anti-Schimmel-Produkte, die einmal im Monat eingesetzt werden können. Wände im Bad vertragen eine Anti-Schimmelfarbe, allerdings muss diese atmungsaktiv und luftdurchlässig sein. Kühle oder eisige Temperaturen und Feuchtigkeit sind dem Schimmel ebenfalls eine willkommene Kombination, daher sollte auch in den kälteren Monaten mit moderaten Temperaturen geheizt werden.

Vorhandenen Schimmel im Feuchtraum Bad entfernen

Schimmel im Bad ist eine sehr unhygienische Angelegenheit und gerade der Hautkontakt mit schimmeligen Stellen und das Einatmen der Schimmelsporen stellt für die Gesundheit eine große Gefahr dar. Auch die Bausubstanz leidet darunter.

Silikonfugen weisen bei Schimmelbefall oft Punkte und fleckige Stellen auf, in ausgeprägten Fällen sind sie sogar regelrecht schwarz oder braun verfärbt. Wie auch für Gipsfugen, die von Schimmel befallen sind, lautet hier die Devise: erneuern. In der Dusche zeigen sich Verfugungen mit zahlreichen Schimmelfarben. Zement- oder Gipsfugen sind entweder schwarz verfärbt oder weisen einen dünnen, rostroten und trockenen Belag auf. Mit einer Fingernagel- oder Zahnbürste lassen sich leichte Beläge entfernen, hilfreich ist hier ein Anti-Schimmel Reiniger, der zuvor aufgesprüht wurde. Dabei sind unbedingt Handschuhe und Mundschutz zu tragen, denn der Laie weiß nie, mit welchem Schimmel er es zu tun hat. Bei hartnäckigen Verfärbungen hilft nur das komplette Erneuern der Fugen.