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Schimmel im Keller: Es kann jeden treffen

Schimmel im KellerNeue und alte Häuser weisen Schimmel im Keller auf, es sei denn, sie sind bautechnisch in einwandfreiem Zustand und die bauphysikalischen Bedingungen an einen optimalen Luftaustausch können erfüllt werden. Bei den farbigen Schimmelarten zeigt sich das Spektrum breit gefächert. Besonders häufig ist der weiße Schimmel, gefolgt von grünem, gelbem, braunem und schwarzem Schimmel.

Die Schimmel Problematik in Kellerräumen

Für Schimmel im Keller finden sich zwei Hauptursachen, die beide mit Feuchtigkeit zu tun haben. Eindringendes Wasser durch Bauschäden sind die eine Seite der Medaille, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit und Raumfeuchte durch Kondenswasser und mangelnde Luftzirkulation die andere. Beide Faktoren wirken sich erheblich auf die Ursachenbehebung und Sanierung des Schimmels aus. Dringt Wasser durch beschädigte Bausubstanz in die Wände oder vom Erdreich in den Keller ein, so kann sich durch permanente Durchfeuchtung Schimmel bilden. Ein Fachmann sollte die Suche nach der Ursache übernehmen, denn davon hängt später die Sanierung ab. In vielen Fällen, wenn Feuchtigkeit durch Kellerwände eintritt, wird eine Abdichtung von außen notwendig, für die zunächst das Erdreich rundherum bis zur Fundamentsohle aufgegraben wird. Feuchte Kellerräume entstehen auch durch falsche und mangelnde Lüftung und nicht ordnungsgemäß behobene Wasserschäden. Nach einem Wasserschaden sollten die Räume unbedingt trockengelegt werden, hier kann ein Bauentfeuchter zu Hilfe genommen werden. Restfeuchte setzt sich sonst in Wände und Böden ab.

Wie macht sich Schimmel in Kellerräumen bemerkbar?

Ein modriger Geruch, der von unten ins Haus aufsteigt, ist ein Indiz für feuchte Kellerräume und Schimmelpilz. Oftmals finden sich längere Wand- oder Bodenabschnitte, die fleckig durchzogen sind. Bei den Farben zeigt sich der Schimmel im Keller ebenso abwechslungsreich wie im Wohnraum. Auch wenn an der Wand selbst noch keine schimmeligen Stellen vorhanden sind, so kann sich ein Befall mit Schimmelpilz durch einen weißen Flaum auf im Keller gelagerten Gegenständen zeigen. Schimmelsporen können sich durchaus ohne optische Anzeichen bereits in der Luft befinden.

Warme, feuchte Luft trifft auf kühle Kellerräume: Schimmelalarm

Wenn im Sommer höhere Temperaturen und Luftfeuchtigkeit durch das Öffnen der Fenster in die kühleren Kellerräume gelangen, dann entsteht Kondenswasser, das sich an den Kellerwänden absetzt. Daher gilt für das richtige Lüften im Keller: Im Sommer tagsüber nicht Dauerlüften, Fenster geschlossen halten, das Lüften in die kühleren Abend- und Nachtstunden verlegen. Ist der Keller bereits durch Kondenswasser feucht, so bieten sich folgende Schritte zur Trocknung an:

  • Keller beheizen, dabei Fenster geschlossen halten
  • Kellertemperatur muss Außentemperatur übersteigen, damit die Raumluft die überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen kann
  • Fenster öffnen und feuchte Luft hinaus fließen lassen, am besten mit einem Thermometer messen, wann der Raum wieder auf Außentemperatur abgekühlt ist und Fenster schließen
  • Alternativ: Bauentfeuchter mit Heizung aufstellen

Unbeheizte Keller sollten im Winter unbedingt gut gelüftet werden, so kann die Feuchtigkeit abziehen, da dann die Außentemperatur unter der Kellerraumtemperatur liegt. Dauerhaft ist es allerdings sinnvoll, auch Kellerräume zu heizen, damit sich Ansammlungen von Feuchtigkeit noch besser auslüften lassen.